Autsch – Jeder, der sich körperlich betätigt, hatte schon einmal eine schmerzhafte Begegnung mit ihm: Der Muskelkater. Doch woher genau kommt er und was kann man tun, um ihm vorzubeugen?

Was ist Muskelkater und wie entsteht er?

Muskelkater ist zu erklären durch Mikro-Verletzungen, also kleine, feine Risse in den  Muskelfasern. Durch die Risse kann Wasser in die Muskeln gelangen und es entstehen kleine Ödeme (Wasseransammlungen). Das Wasser drückt die Muskeln auseinander, wodurch ein Dehnungsschmerz entsteht. Meist merkt man den Muskelkater erst 12 bis 24 Stunden nach dem Sport. Dann bleibt er gerne ein paar Tage. Der Kater entsteht durch eine Überbelastung der beanspruchten Muskeln. Also wenn Muskeln auf einmal stark belastet werden, die  vorher für längere Zeit geruht haben oder wenn man es beim Training einfach übertreibt.

Kann man Muskelkater vorbeugen?

Er lässt sich weitgehend vermeiden, wenn man darauf achtet, sich vor allem gut aufzuwärmen. Effektives Aufwärmtraining sorgt dafür, dass die Muskulatur elastischer wird. Das minimiert das Verletzungsrisiko. Außerdem sollte man es mit dem Training nicht übertreiben, sondern um einen sanften Anstieg der Belastung bemüht sein. Nur ein überbelasteter Muskel ist ein schmerzhafter Muskel.

Muskelkater lindern

Wenn der Muskelkater sich doch einmal erbarmungslos schmerzhaft zeigt, heißt das oberste Zauberwort Regeneration. Die angegriffene Muskelgruppe braucht Zeit, um sich zu erholen. Ruhe ist angesagt. Mit dem nächsten Workout sollte dann unbedingt gewartet werden, bis wirklich keinerlei Schmerzen mehr zu spüren sind. Während der Erholungsphase gibt es einige Tipps zur Linderung:

Wärme – Während der schmerzhaften Phase kann ein Saunabesuch Abhilfe schaffen. Durch die Wärme wird die Durchblutung und somit auch die Heilung gefordert. Wenn keine Sauna in der Nähe zur Verfügung steht, tut es auch die heimische Badewanne.

Bewegung – Kling konträr zum Ruhen, ist es aber nicht. Sanfte Bewegung in Form von Spazieren gehen, Schwimmen oder gemütliches Radfahren hat ebenfalls eine durchblutungsfordernde Wirkung und beschleunigt den Heilungsprozess der Mikro-Faserrisse.

Fazit

Muskelkater ist eine unangenehme und schmerzhafte Folgeerscheinung eines zu intensiven oder ungewohnt fordernden Workouts. Durch gezieltes Aufwärmetraining und stetig sanft ansteigende Belastung der Muskulatur lässt sich dem Schmerzhaften „Day After“ effektiv vorbeugen. Und wenn er sich doch einmal ankündigen sollte, heißt es Ruhe bewahren.

Die gute Nachricht ist: So unangenehm ein Muskelkater auch sein kann, schädlich ist er nicht. Sofern man sich währenddessen die nötige Ruhe gönnt. Denn sonst können richtige Muskelrisse entstehen.